Als eines der seinerzeit größten Sanierungsprojekte Deutschlands wurde im Osten Ingolstadts - im Rahmen eines Joint Venture der AUDI AG mit der Stadt Ingolstadt - ein neues, hochmodernes Gewerbe- und Industriegebiet geschaffen.
Der große Gebäudekomplex des IN-Campus Ingolstadt erhält durch seine städtebauliche Grundkonfiguration die Möglichkeit einer zentralen Erschließung in Nord/ Südausrichtung, die eine flexible Handhabung als Durchfahrt und LKW-Aufstellfläche ermöglicht und damit die logistischen Bedarfe des Campus abdecken kann.
Dadurch müssen zwei zentrale Gebäudefuge in West/Ostausrichtung keine Aufgaben als Werkstatterschließungen übernehmen, so daß hier eine starke Durchgrünung mit Bäumen und flächigen Grünstrukturen erfolgen kann. Diese `Grüne Fugen´ nehmen vorgelagerte Außenterrassen einer `Cafeteria und Bistros´ auf und schaffen damit eine hohe Aufenthaltsqualität für die in der Verwaltung und den Werkstätten tätigen Mitarbeiter. Mit integriert werden die erforderlichen Stellplatzanlagen für Fahrräder und zentrale Raucheraufenthaltsbereiche.
Ziel der Planung ist, eine größtmögliche Durchgrünung des gesamten Areals zu erreichen, in die ein umfassendes Regenwassermanagement mit bepflanzten Tiefbeeten und Muldenversickerung, ausgeführt mit und ohne Rigolen, entwickelt wird. Grundsätzlich gilt für die gesamten Campusflächen das Prinzip `Vermeidung vor Beseitigung der anfallenden Regenwasser.
Dies wird zum einen ermöglicht durch die konsequente Durchgrünung des Areals, zum anderen durch die Verwendung wasserdurchlässiger Deckbeläge für Gehbereiche, Fahrgassen und Grünfugenpflaster in den Stellplatzflächen. Zusätzlich erhalten die nicht durch Technikaufbauten, Lichtkuppeln und sonstige Einbauten besetzten Dachflächen über den Werkstattbereichen, zur Regenwasserpufferung eine einfache Extensivbegrünung.
So können grundsätzlich alle anfallenden Überschusswässer der zentralen Erschließungsachse, wie auch das eventuell anfallende Überschusswasser der Dachflächen in unterirdischen Rohrrigolen zur Versickerung gebracht werden. Überschusswässer aus der Grünen Fuge, sowie der westlichen Erschließung und Parkierung werden oberflächennah, in die entlang der westlichen Grundstücksgrenze integrierte, offene Mulde eingeleitet.
Arbeitsgemeinschaft vielmo architekten, Stuttgart/Berlin
Auftraggeber Ed Züblin AG
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